#1

Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 26.03.2016 19:37
von Catalina Mae Cunningham | 88 Beiträge
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#2

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 26.03.2016 22:23
von Catalina Mae Cunningham | 88 Beiträge

Eingangsbereich || Flur <<<


Das Schweigen während der Autofahrt war auf seltsame Art und Weise ziemlich unangenehm gewesen, trotzdem hatte ich nicht die geringste Anstalt gemacht dieses zu brechen. Und auch Dean schien nichts dagegen unternehmen zu wollen, weshalb weiterhin diese drückende Stille herrschte. Für einen Moment spielte ich mit dem Gedanken zumindest das Radio anzuschalten, aber ebenso schnell verwarf ich diesen wieder. Ausnahmsweise war ich mal nicht in der Stimmung für Musik. Mein Trip schien sich ebenfalls dem Ende zu neigen, dabei sollte der Rausch eigentlich mehrere Stunden anhalten, oder etwa nicht ? Auf jeden Fall spürte ich von der anfänglichen Euphorie und Energie rein gar nichts mehr. Stattdessen fühlte ich in mir lediglich die vertraute Leere. Alles also wie immer. Meinen Blick hatte ich die meiste Zeit über starr nach vorn gerichtet, sodass ich im Augenwinkel dennoch das Profil von Dean wahrnehmen konnte. Ich mochte es nicht, wenn es zwischen uns so komisch war, wie jetzt gerade. Ich wollte, dass wir uns wieder zofften und permanent so taten, als könnten wir uns nicht ausstehen. Als das Gebäude in Sicht kam, in dem sich mein Loft befand, wischte ich mir noch einmal über die Augen, um die letzten Spuren meines emotionalen Ausbruchs von vorhin verschwinden zu lassen.

Ich brauchte einen Moment, um mich aus meiner Starre zu lösen und schließlich seine Hand zu ergreifen, die er mir auffordernd hinhielt. „Okay, danke“, meinte ich nur ziemlich kurz angebunden während ich dann ausstieg und mich sofort ein wenig an ihm abstützte. Denn auch wenn die Wirkung der Pille stark zurückgegangen war, war ich noch immer nicht sonderlich gut zu Fuß unterwegs. So machte ich mich mithilfe von @Dean Remington auf den Weg zu meinem Loft, dessen Tür ich nur kurze Zeit später mit zittrigen Händen aufschloss. Waren Zittern und kalter Schweiß etwa Nebenwirkungen oder gar Begleiterscheinungen beim Konsum von Ecstasy ? Keine Ahnung, aber ich konnte definitiv sagen, dass es mir nicht gut ging. „Kann ich dir noch einen Kaffee oder Ähnliches anbieten ? Ich wäre eine furchtbare, ungewollte Gastgeberin, wenn ich dir jetzt kein Getränk anbieten würde“, fragte ich ihn dann und zwang mich sogar zu einem Lächeln, während ich im Flur meine Schuhe auszog. Auf dem Weg in den Wohnbereich schlüpfte ich dann aus der Jacke, die er mir geliehen hatte und legte diese fein säuberlich über die Couchlehne. „Setz dich ruhig“, warum ging ich eigentlich davon aus, dass er überhaupt noch bleiben wollte ?, „also wenn du willst, meine ich. Du kannst natürlich auch gehen. Immerhin bin ich jetzt heile zu Hause angekommen. Dank dir“, fügte ich deshalb noch hinzu und musterte ihn flüchtig.

Er sah nicht so aus, als wolle er sofort die Flucht ergreifen und womöglich mochte es etwas egoistisch sein, aber ich wollte auch gar nicht, dass er ging. Während ich nun also darauf wartete, dass er irgendetwas tat oder zumindest etwas sagte, begab ich mich in die Küche, wo ich mir erst einmal ein Glas Wasser einschenkte. Vielleicht würde mir das dabei helfen wieder klare Gedanken fassen zu können. „Weißt du, ich glaube, wir streiten nur so häufig, weil wir uns im Grunde mehr als nur ähnlich sind. Nur, bin ich bei Weitem nicht so furchtbar arrogant wie du es bist, ich meine mal ehrlich. Du machst ja selbst den Kardashian-Schwestern Konkurrenz“, versuchte ich verzweifelt die Stimmung ein wenig aufzulockern, nun, da ich wieder einigermaßen Herr meiner Sinne war und nicht mehr unnötigen Mist von mir gab. Noch immer stand ich vor der Küchenzeile, nun mit dem Rücken zu ihm gekehrt, auf der Suche nach etwas Essbarem. „Hast du Hunger ? Ich meine, ich bin nicht in der Lage etwas zu kochen, aber ich hätte sicherlich irgendetwas da, was man nur aufwärmen muss. Davon ernähre ich mich ohnehin überwiegend.“ Womöglich ergab sich heute mal die Gelegenheit, etwas mehr über diesen Mann herauszufinden, aus dem ich trotz der Informationen die ich über ihn hatte, einfach nicht schlau wurde. Es war schwer auch nur annähernd hinter seine Fassade zu blicken, aber was soll ich sagen ? Ich liebte Herausforderungen und dazu gehörten eben auch komplizierte Persönlichkeiten wie er.


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#3

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 26.03.2016 22:46
von Dean Remington | 423 Beiträge

Eingangsbereich || Flur <<<


Tatsächlich war die Situation komisch. Und bisher hatte ich mich nie so merkwürdig in ihrer Nähe gefühlt. Nein, denn bisher hatte ich es immer geschafft meine Arroganz vor ihr in den Vordergrund zu rücken. Doch gerade musste ich ihr eine andere Seite zeigen, was ich eigentlich eher ungern tat. Doch wollte ich sie auch nicht hängen lassen, weshalb ich mich wohl in einer Zwickmühle befand. Ihr gegenüber sich jetzt wie ein Arsch zu verhalten, wäre jedoch das aller Letzte und so mies war nicht mal ich. Zumindest konnte ich es nicht. Nicht in dieser Situation ihr gegenüber. Als sie meine Hand dann letztlich doch ergriffen hatte, zog ich sie vorsichtig vor und nickte nur leicht als sie sich bei mir bedankte. Kurz legte ich meinen Arm um ihre Schulter um sie besser stützen zu können, da ich mir noch nicht ganz sicher war, wie sicher sie inzwischen auf eigenen Beinen war.

An der Tür des Lofts angekommen, sah ich wie sie erst nach ihrem Schlüssel suchte und dann vollkommen zittrig versuchte die Tür aufzuschließen. Gerade als ich ihr dabei helfen wollte, hatte sie es jedoch auch allein geschafft den Schlüssel in das dazu passende Schlüsselloch zu schieben. Ich folgte ihr also nach Drinnen und sofort kam mir eine angenehme Wärme entgegen. Ich schloss die Tür hinter mir und beobachtete wie sie sich die Schuhe auszog, was sie inzwischen ganz gut alleine hin bekam. Das war doch ein gutes Zeichen oder? Immerhin konnte sie sich vor dem Club eben noch kaum auf den Beinen halten. Also wertete ich das mal als positiv und das es wohl langsam anfing ihr wieder besser zu gehen. Die Wirkung ihres Trips schien also offensichtlich langsam nachzulassen. Na Gott sei Dank. Die richtige @Catalina Mae Cunningham gefiel mir doch wesentlich besser als die unter Drogeneinfluss. "Ein Bier wäre nicht schlecht, wenn du eins da hast" antwortete ich dann auf ihr Angebot. Das könnte ich jetzt jedenfalls gut gebrauchen. Ich beobachtete wie sie meine Jacke auszog, wobei ich wohl immer noch versuchte anhand ihrer Bewegung zu erkennen, ob sie inzwischen wieder ganz die Alte war. Ein leichtes Schmunzeln machte sich auf meinen Lippen breit, als sie mir anbot mich zu setzen aber gleich hinterher schob, dass ich auch gehen konnte. "Willst du mich los werden?" fragte ich leicht scherzhaft, denn natürlich wusste ich dass das anscheinend nicht der Fall war. Sonst hätte sie es mir schließlich nicht angeboten. "Du musst dich nicht verteidigen, ich bleib gern noch etwas" fügte ich dann ehrlich hinzu und lächelte kurz, ehe ich ebenfalls aus meinen Schuhen heraus schlüpfte und nun nicht weiterhin wie ein unbeholfener Trottel am Eingang stand, sondern mich auf die Couch zu bewegte und mich letztlich dort sinken ließ.

Dann drehte ich mich mit meinem Oberkörper jedoch in Richtung Küche aus der Cat's Stimme kam. Bei ihrer Bemerkung konnte ich mir eines leises Lachen nicht verkneifen. "Ich weiß. Darin bin ich eben verdammt gut" erwiderte ich daraufhin nur, um möglichst gut auszuweichen was sie mir damit eigentlich sagen wollte. Natürlich war meine furchtbare Arroganz ein Teil der Fassade die ich um mich herum aufgebaut hatte, aber es brauchte wirklich viel damit diese Fassade bröckelte. Und wenn ich eins wirklich hasste, dann war es Schwäche zu zeigen. Ich mochte Cat wirklich, dass musste ich zugeben. Aber das würde ich ihr niemals so leicht ins Gesicht sagen können. Ich war einfach nicht gut in sowas. Jemandem aufrichtig etwas zu sagen oder gar über Gefühle zu sprechen. Das war einfach nicht mein Ding und ich war grauenhaft darin, daher ließ ich es für gewöhnlich auch lieber gleich ganz bleiben. "Hunger habe ich immer" grinste ich dann leicht und war inzwischen aufgestanden und stand nun direkt hinter ihr.

"Da haben wir wohl wieder was gemeinsam" stellte ich leicht grinsend fest, denn ich war ein Fan von Fast Food und Fertigprodukten, was jedoch hauptsächlich daran lag, dass ich einfach nicht kochen konnte. Woher auch? Ich hatte nie jemanden gehabt der mir solche 'normalen' Dinge beibrachte. "Lass mich mal schauen" meinte ich dann und warf einen Blick in das Regal vor dem sie stand. "Oh die sind klasse" meinte ich dann und zog eine Packung mit Nudeln und Fertigsauce aus dem Regal und blickte zufrieden über meine Ausbeute zu Cat. Wer hätte gedacht, dass wir dieselben Sachen im Schrank hatten? Das war ja fast schon wieder amüsant. "Ich koche die hier schnell auf. Willst du auch?" fragte ich sie dann, denn es schien mir so als hätte sie auch Hunger, sonst hätte sie wohl kaum vor dem Regal gestanden.



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#4

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 26.03.2016 23:52
von Catalina Mae Cunningham | 88 Beiträge

Es war mir fast schon klar, dass ich mit meinem Versuch ein Konversation über so etwas wie emotionale Aspekte, bei ihm auf eine Wand stoßen würde. Ebenso wie ich es prophezeit hatte, kam es dann auch und er blockte sofort ab ohne weiter auf das Thema einzugehen. Gut, ich war gescheitert. Aber das würde ich definitiv nicht auf mir sitzen lassen. Allerdings wollte ich auch nicht, dass es in einer Katastrophe endete, wenn ich ihn jetzt mit Fragen löchern würde. Denn für diesen Abend hatte ich für meinen Teil genügend Krawall gehabt. Ein wenig Harmonie kam mir jetzt hingegen sehr gelegen ! „Ja, wem sagst du. Immerhin muss ich das öfter aussitzen, als mir lieb ist“, schnaubte ich einmal, konnte mir dabei ein leichtes Grinsen jedoch nicht verkneifen. Dieses blieb auch noch erhalten, als ich seine weiteren Worte vernahm. Denn damit hatte ich absolut gerechnet. Wie gesagt, wir waren uns ziemlich ähnlich und auch ich hatte immer Hunger. Das wiederum hieß nicht, dass ich 24/7 irgendein ungesundes Zeug in mich hineinstopfte. Nein, wenn ich das tun würde, wäre ich wahrscheinlich schon längst dermaßen übergewichtig, dass man mich durch die Gegend rollen könnte. „Natürlich. Irgendwie, hatte ich genau mit so einer Antwort gerechnet“, äußerte ich meinen Gedanken dann laut. Dabei sprach ich absichtlich noch etwas lauter, schließlich ging ich davon aus, dass @Dean Remington noch immer artig auf meiner Couch saß.

Auf einmal kroch mir der inzwischen nur allzu vertraute Duft in die Nase und gleich darauf hörte ich ziemlich dicht an meinem Ohr die dazugehörige Stimme. Obwohl ich das hätte kommen sehen müssen, machte ich einen erschrockenen Satz zur Seite, wobei ich beinahe das Gleichgewicht verloren hätte. „Weißt du nicht, dass man sich nicht an jemanden heranschleichen sollte, der ein Messer in greifbarer Nähe hat ?“, bluffte ich ihn nicht sonderlich ernstzunehmend an und haut ihm dabei scherzhaft auf die Schulter, ehe ich für einen kurzen Moment dann doch vollkommen ernst wurde. „Ich mein's ernst. Schleich' dich nicht noch einmal so an“, warnte ich ihm mit erhobenen Zeigefinger, bevor ich einen Blick auf seine Ausbeute warf. Ernsthaft ? Langsam wurde es fast schon unheimlich, wie viel die Beiden offenbar gemeinsam hatten. „Wann bist du nochmal geboren ? Nur um sicherzugehen, dass wir nicht doch zweieiige Zwillinge sind, die direkt nach der Geburt getrennt wurden sind“, scherzte ich dann und lachte einmal auf. Kaum zu glauben. Vor etwas über einer Stunde waren wir uns in diesem blöden Club fast an die Gurgel gegangen und jetzt standen wir in meiner Küche und kochten zusammen, nun ja, als Kochen konnte man das nicht wirklich bezeichnen.

„Natürlich will ich auch oder sehe ich so aus, als würde ich dir gleich einfach nur gegenüber sitzen und dich verträumt dabei beobachten, wie du immer fetter wirst“, gab ich auf seine, in meinen Augen überflüssige, Frage zurück, während ich dabei war bereits einen Topf aus dem Schrank zu holen, um diesen vor Dean auf den Herd zu stellen. Auf der Arbeitsplatte daneben stellte ich zudem die Bierdose ab, nach der er gebeten hatte. „Mach du das schon mal fertig, ich muss mir etwas anderes anziehen. Meine Klamotten stinken nach Suff“, meinte ich dann ihm erklären zu müssen, verschwand dann aber auch schon für einige Minuten in meinem Badezimmer und dann in meinem Schlafzimmer. Mit Shorts aus luftigem Stoff und einem viel zu großem T-Shirt, das einst meinem Vater gehört hatte, kam ich schließlich wieder zurück in den Wohnbereich, wo es schon verdächtig nach dem Nudelgericht duftete. Prüfend warf ich einen Blick in den Kochtopf, nur um dann den viel zu großen Esstisch für zwei Personen einzudecken. „Und du verbringst den Rest deines bislang miserablen Abends -“, dabei klopfte ich mir selbst auf die Schulter, da ich daran ja die Schuld trug, - „lieber hier bei mir. Isst ein billiges Fertiggericht und hörst dir meine schwachsinniges Gerede an, anstatt weiter den Informationen hinterher zu eifern ?“, wollte ich dann von ihm wissen, setzte mich dabei bereits auf einen der Stühle und nippte an meinem Wasserglas. Jetzt, wo ich genauer darüber nachdachte, kam mir eine weitere Frage auf. Wie ging er eigentlich damit um, dass er jetzt auf der gegnerischen Seite arbeitete ? Gerade wollte ich nach einer Antwort fragen, als ich mir in Erinnerung rief, dass er mir wohl kaum seinen inneren Konflikt darlegen würde.


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#5

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 27.03.2016 00:13
von Dean Remington | 423 Beiträge

Ich grinste kurz als sie so aufschnaubte und musste mir einen sarkastischen Kommentar dazu verkneifen. "Ach sag bloß? Kannst du neuerdings wohl auch Gedanken lesen? Oder bist du inzwischen der Meinung du hättest mich schon durchschaut?" fragte ich leicht ironisch und schmunzelte kurz. Ich wusste selbst wie schwer es sein konnte mich zu durchschauen, daher auch der ironischen Unterton. Als ich direkt nah hinter Cat auftauchte, bemerkte ich wie sie erschrocken zur Seite wich und hob kurz unschuldig die Hände hoch. "Woah, immer mit der Ruhe Miss Chaos" neckte ich sie und grinste sie ein wenig an. Dann nahm ich die Hände wieder runter und blickte sie direkt an. "Ich glaube kaum, dass du mich erstochen hättest. Immerhin ist keiner hier aus mir, also was erwartest du denn wer hinter dir steht?" fragte ich. "Sag bloß du bist neuerdings auch noch schreckhaft" scherzte ich, doch als ich dann sah wie sie so ernst wurde, war ich doch etwas überrascht. "Schon gut schon gut, ich kündige mich demnächst an, bevor ich in deine Nähe komme" versprach ich ihr, wobei das für mich eher wie ein Witz klang. Hatte sie etwa Angst vor mir oder wieso hatte sie sich so erschrocken? Oder hatte sie einfach Angst davor das ich ihr näher kam, als es ihr vielleicht lieb war? Dann war die ernste Stimme ihrerseits Gott sei Dank wieder verschwunden und so breitete sich auch auf meinem Gesicht wieder ein Schmunzeln aus. "Keine Sorge, du bist nicht mit mir verwandt. Ich bin älter als du" erwiderte ich daraufhin und musste nun ebenfalls kurz lachen. "Möglich wär's, immerhin ist mir dieser Blick inzwischen vertraut" konterte ich und wollte sie damit kurz daran erinnern wie sie mich eben angesehen hatte als sie noch voll auf ihrem Trip war. Weiter wollte ich aber nicht auf diesen kurzen Moment zwischen uns eingehen und grinste stattdessen wieder. "Außerdem werde ich nicht fett klar?"

Als sie die Topf dann vor mir abstellte, riss ich schon mal die Packung auf und füllte den Inhalt dann auch schon in den Topf. Die Bierdose öffnete ich mir sogleich nachdem Cat sie neben mir abgestellt hatte und genehmigte mir einen Schluck daraus. Dann hörte ich noch was sie sagte, nickte kurz und konzentrierte mich dann darauf dass das Essen nicht anbrannte. Viel mehr konnte man daran ja auch sonst nicht falsch machen. Währenddessen war @Catalina Mae Cunningham kurz verschwunden und als sie wieder kam waren die Nudeln inzwischen fertig gekocht und ich konnte nicht anders als sie kurz zu mustern in ihren kurzen Shorts als sie den Tisch eindeckte. Ich konnte nichts dafür, ich war auch nur ein Mann. Doch wollte ich sie auch nicht angaffen, weshalb ich meinen Blick gleich wieder abwandte und auf den Kochtopf richtete. Ich stellte den Herd aus und nahm den Topf herunter, ehe ich ihn mit zum Tisch nahm und das Essen auf unsere beiden Teller verteilte. Dann stellte ich ihn wieder in die Küche, schnappte mir von dort noch mein Bier und kam zurück zum Tisch, wo ich nun ebenfalls Platz nahm und mein Bier vor mir abstellte.

"Naja, ob du es glaubst oder nicht, aber ich war nicht scharf auf diesen Job." erklärte ich ihr und schnappte mir dann die Gabel um dort ein paar Nudeln drauf zu laden und mir in den Mund zu schieben. "Also eigentlich ist alles besser, als Informationen zu sammeln gegen Leute, die für mich wie Familie sind" fuhr ich fort. "Aber so viel weißt du ja sicherlich bereits über mich" fügte ich noch hinzu und spielte damit darauf an, dass sie sich ja bereits über mich informiert hatte.
"Weißt du was deine Infos aus dem Computer jedoch nicht hergeben? Die Devils Tribe mögen nicht immer ganz straffrei zu arbeiten, aber das heißt nicht das sie keine guten Menschen sind" meinte ich dann. Keine Ahnung wieso ich das Gefühl hatte sie verteidigen zu müssen, aber ich hatte immer das Gefühl das jegliche Ermittler oder Cops das einfach nicht sahen oder vergaßen.



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#6

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 27.03.2016 00:57
von Catalina Mae Cunningham | 88 Beiträge

„Nein. Du hast einfach nur den Eindruck gemacht, als wärst du jemand der ständig zur Nahrungsaufnahme bereit wäre“, gab ich achselzuckend zurück und war ausgesprochen ruhig dafür, dass er mich gerade mit diesem ironischen Unterton wieder einmal tierisch nervte. Aber gut, dagegen konnte ich jetzt nichts sagen, schließlich hatte er mich auch ertragen, als ich unter Drogen gestanden hatte. Ein wenig in Gedanken versunken starrte ich Löcher in die Luft, was wohl der Grund dafür war, dass mir sein plötzliches Auftreten einen derartig großen Schrecken eingejagt hatte. Jetzt suchte ich nur noch nach der passenden Rechtfertigung für mein zugegeben etwas labiles Verhalten. „Man weiß ja nie. Hätte ja sein können, dass du mich satt hast und bevor mich jemand erledigt, erledige ich dann doch lieber ihn – und vergiss das bitte einfach wieder, weil das absoluter Schwachsinn war. Ich habe mich gerade wirklich nur erschrocken, nichts weiter, okay ?“, ein weiterer Moment, in dem ich mir selbst ordentlich eine klatschen wollte. Was war denn in letzter Zeit auch los mit mir ? Die Gegenwart von @Dean Remington schien mich nur noch weiter zu verwirren und ständig aus dem Konzept zu bringen. Dazu kam immer wieder dieses scheiß arrogante, hinreißende Lächeln von ihm, dass ich ihm am liebsten aus dem Gesicht wischen würde und schon fühlte ich mich wie ein von Emotionen gesteuertes Weib. Igitt ! Nach seinen weiteren Worten runzelte ich angestrengt meine Stirn, ehe ich mich auf die Zehenspitzen stellte, um noch einmal sein Gesicht zu betrachten. Fast so, wie ich es vorhin vor dem Club getan hatte. „Stimmt. Du hast schon Krähenfüße und warte … was ist das ? Etwa ein graues Haar ? Das ist mir eben gar nicht aufgefallen. Ganz so perfekt bist du also doch nicht. Sorry“, jetzt triefte meine Stimme nur so vor Sarkasmus, denn im Grunde wussten wir beide, dass ich mir gerade selbst nur etwas vormachte. Ich ließ mich zurück auf die Fersen sinken und tätschelte ihm daraufhin einmal den Bauch und zwinkerte ihm kurz zu : „Das werden wir ja noch sehen, Dickerchen.“

Nachdem ich mich umgezogen und darauffolgend den Tisch eingedeckt hatte, hatte ich wenig später endlich das Essen vor mir stehen, in dem ich erst einmal ein wenig lustlos herumstocherte. Was er dann sagte irritierte mich dann schon ein wenig, nicht weil er diese Gangmitglieder in Schutz nahm, nein, das konnte ich durchaus nachvollziehen, sondern eher, weil er das Gefühl hatte sie mir gegenüber in Schutz nehmen zu müssen. Glaubte er ernsthaft, ich sei so ein engstirniger Mensch, dass ich all diese Leute als die 'Bösen' betrachtete ? Ein wenig verärgert rümpfte ich meine Nase, ehe ich meine Gabel beiseite legte. „Man kann sie nicht alle über einen Kamm scheren, dessen bin ich mir bewusst. Aber es gibt immer welche unter ihnen, die tatsächlich schlechte Menschen sind. Schlechte Menschen die Leben nehmen, wie das von meinem Vater, nur weil sie in dem was sie tun einfach miserabel sind“, bevor ich meinen Vortrag fortsetzte holte ich tief Luft, um nicht vom Thema abzuschweifen, wie ich es gerade beinahe getan hätte. „Dean, ich weiß, dass sie nicht alle unbedingt die Bösen sind und ich kann verstehen, dass du sie in Schutz nehmen willst. Aber wenn wir alle machen lassen was sie wollen, ich meine .. was würde dann aus uns werden ?“, murmelte ich schließlich noch, nahm meine Gabel wieder zu Hand und fing nun ebenfalls an zu essen.

Erst nachdem ich meine Portion verdrückt hatte, erhob ich erneut meine Stimme, denn jetzt musste ich doch einfach die Frage los werden, die mir seither auf der Zunge brannte : „Warum machst du das eigentlich ? Ich konnte zwar ziemlich viel über deinen Werdegang herausfinden, aber eben doch nicht alles. Also, wie kommst du dazu dich jetzt gegen diese Gang zu stellen, die du selbst doch als Familie bezeichnest ?“ Damit trat ich ihm vielleicht etwas nahe, aber wir waren schon längst über das Stadium hinaus, in dem wir uns gegenseitig nur mit Samthandschuhen anlangten. Wenn er nicht antworten wollte, würde er mir das schon deutlich machen. Als auch er mit dem Essen fertig war, stapelte ich die Teller übereinander und legte das Besteck darauf, danach blieb ich allerdings noch sitzen, umfasste mein Glas mit beiden Händen und sah aufmerksam zu ihm herüber. Währenddessen ertappte ich mich tatsächlich dabei, wie ich erneut begann ihn eingehend zu mustern und um dies zu unterbinden, senkte ich meinen Blick schließlich, sodass ich nur noch die hässliche Tischdecke ansah, die mir meine Mutter angedreht hatte.


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#7

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 27.03.2016 01:19
von Dean Remington | 423 Beiträge

Jetzt musste ich doch wirklich lachen, das konnte ich mir einfach nicht verkneifen. "Ich sehe aus wie jemand der ständig zur Nahrungsaufnahme bereit ist?" wiederholte ich ihre Worte und musste abermals lachen. "Wow. Jetzt musst du mir aber mal erklären, woran man einen solchen Menschen wie mich erkennt" bat ich sie scherzhaft. Bei ihrer Erklärung warum sie so schreckhaft war, zog ich kurz ein wenig kritisch eine Augenbraue hoch, doch glücklicherweise gab sie selbst zu, dass das was sie gerade gesagt hat Schwachsinn war. Na zum Glück sah sie das wenigstens ein. "Ich wusste nicht, dass ich jetzt auch noch eine erschreckende Wirkung auf dich habe" meinte ich leicht zweideutig und grinste sie an. Als sie dann wieder mein Gesicht berührte und mir so nah kam, war ich für einen kurzen Augenblick völlig perplex. Etwas verwundert blickte ich ihr in die Augen, doch als sie dann ihre sarkastische Bemerkung losließ, verdrehte ich die Augen und nahm ihre Hände wieder aus meinem Gesicht, ebenso wie ich es eben schon einmal getan hatte. "Ist klar. Wirklich süß wie du gerade versuchst dich aus dieser Sache zu retten." meinte ich daraufhin nur. Dennoch war es irgendwie schön, dass wir wieder genauso miteinander umgingen wie vorher auch schon. Wir neckten und ärgerten uns gegenseitig, so wie schon immer seit wir uns kannten. "Ach werden wir das? Dann nehme ich mal an, dass du in Zukunft auch mit mir zusammen essen willst" konterte ich und grinste wieder, da ich fand dass das ein klarer Punkt für mich war. Wenn man bei diesen Neckereien nach Punkten gehen würde zumindest.

Dann konzentrierte ich mich erst einmal auf das Essen und schob mir eine weitere Gabel in den Mund, ehe ich bereits @Catalina Mae Cunningham Gesichtsausdruck sah und daher schon wusste, dass sie offensichtlich verärgert war, über das was ich von mir gegeben hatte. Na wunderbar. Aber das war ja nicht Neues, dass Menschen so auf das reagierten was ich sagte. Was sie dann sagte, ließ mich kurz schlucken. "Moment mal. Was hat denn dein Vater jetzt mit dieser Sache zu tun?" fragte ich sichtlich verwundert und blickte Cat nun direkt in die Augen, sodass sie mir auch ja nicht ausweichen konnte. "Ich sage ja nicht, dass man alle machen lassen soll was sie wollen. Aber ich erwarte auch nicht, dass du das verstehst" entgegnete ich ihr mit einem ungewohnt ruhigen Ton.

Inzwischen aß ich die letzten Bissen meiner Portion und sah dann wie Cat das Geschirr zusammen räumte, ehe ich auf ihre Frage einging. "Naja, ich bin zwar ein harter Kerl, aber der Knast ist nicht unbedingt mein Lieblingsort gewesen" erklärte ich ihr, wobei ich beim Anfang des Satzes noch leicht grinste, dieses mir dann aber schneller wieder verging. Das das Gefängnis mehr als nur hart für mich gewesen war, wollte ich jedoch auch nicht so genau zugeben. Da wären wir ja dann wieder bei dem Punkt Schwäche zugeben. Und das wollte ich einfach nicht. "Ich hätte das sonst niemals getan. Es ist immer noch so, dass sich jede Faser meines Körpers dagegen sträubt was ich tue. Aber ich wollte einfach raus da" fuhr ich fort. Eigentlich hätte folgender Satz gereicht: Ich hatte es dort drinnen keinen Tag länger mehr ausgehalten. Aber das klang für mich dann doch ein wenig zu melodramatisch, weshalb ich es eben lieber anders ausdrückte. Natürlich gab es auch noch einen anderen Grund. Ich hatte als ich im Gefängnis war mitbekommen, dass einer meiner engsten Freunde auf der Straße bei einem Bandenkrieg erschossen wurde. Er war jemand der absolut nichts mit Gangs am Hut hatte, musste aber dennoch sein Leben lassen. Aber das war für mich lediglich ein Grund dafür, dass ich nichts von diesen Bandenkriegen hielt. Hinter den Devils Tribe würde ich dennoch immer stehen. Immerhin waren sie diejenigen die immer für mich da waren, die mir Halt gegeben hatten und für mich die Familie waren die ich niemals hatte. Ich trank einen zügigen Schluck aus meinem Bier und sah dann wieder zu Cat herüber. "Eins kannst du mir glauben. Wenn ich nicht auf die angewiesen gewesen wäre um raus zu kommen, hätte ich einen Dreck für die getan. Ich würde niemals freiwillig mit irgendeiner Behörde zusammen arbeiten. Aber mir blieben zu dem Zeitpunkt nicht sonderlich viele Optionen"



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#8

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 27.03.2016 01:59
von Catalina Mae Cunningham | 88 Beiträge

Gute Frage – wie beschrieb man die Anzeichen, die eine Person zeigte, wenn sie denn dann zu denen gehörte, die ständig essen konnten ? Ganz genau hatte ich mir darüber keinen Kopf gemacht, weshalb ich schlussendlich auch nur äußerst knapp antwortete : „Bei dir ist das einfach. Du bist ein Kerl. Und richtige Kerle können nun einmal immer was essen.“ Durchaus zufrieden mit meiner Antwort beließ ich es schließlich einfach dabei und wollte gerade zum nächsten Punkt auf der Tagesordnung übergehen, als ich erst begriff, was er da gerade bezüglich meines Schockmoments eigentlich gesagt hatte. Stirnrunzelnd und mit einer hochgezogenen Augenbraue sah ich ihn an, wobei ich eine Hand in meine Hüfte stützte. „So ? Was für eine andere Wirkung hast du denn bitte noch auf mich ? Oder meinst du damit die Tatsache, dass ich von dir einfach nur tierisch genervt bin ?“, hinterfragte ich es dann noch ein wenig weiter und klimperte dabei unschuldig mit den Wimpern. Diese Unschuldsmiene hatte ich jahrelang geübt und perfektioniert und während meiner Zeit auf der High School hatte sie mir den ein oder anderen Strafzettel erspart. Ebenso schnell wie diese kurze Spannung zwischen uns erneut entstanden war, war diese auch schon wieder verschwunden, daran war wohl mein Kommentar nicht ganz unbeteiligt. Dennoch hörte ich auch jetzt nur das was ich hören wollte und das war das Adjektiv 'süß' in Verbindung mit meiner Person und das aus dem Mund von @Dean Remington . „Du hast recht, ich bin wirklich süß. Wir sollten also aufpassen, dass wir nicht zu oft aufeinander hängen, nicht, dass du noch Diabetes bekommst, wenn du auf die Idee kommen solltest mich zu vernaschen“, verdammt, in meinem Kopf hatte das eindeutig weniger zweideutig geklungen, nur war es jetzt zu spät um es zurückzunehmen, weshalb es mir gelegen kam, dass ich zum Umziehen erst einmal die Flucht ergreifen konnte.

Warum genau ich die Sache mit meinem Vater erwähnen musste war mir selbst ziemlich unbegreiflich, weshalb ich Dean mehr oder weniger ertappt ansah, als er das noch einmal explizit ansprach. „Gar nichts. Es ist nicht wichtig. Ich schweife nur manchmal ein wenig vom eigentlichen Thema ab“, sprach ich das Offensichtliche aus, wich dann aber eilig seinem Blick aus und konzentrierte mich vollkommen aufs Essen. Eigentlich wären seine nächsten Worte der Auslöser für mich gewesen erneut eingeschnappt zu sein, aber irgendetwas daran wie er es sagte irritierte mich. Kein ironischer Unterton, keine unterschwellige Arroganz oder sonst irgendetwas, das typisch für ihn war. Es war diese Ruhe gewesen, mit der er diese Worte ausgesprochen hatte und die es verhindert hatte, dass ich ausnahmsweise keinerlei Widerworte gab, sondern es stumm mit einem Kopfnicken einfach hinnahm.

Sollte ich nun überrascht sein, dass er wirklich auf meine Frage antwortete ? Nun ja, ich war es in jedem Fall, auch wenn ich das nicht offen zeigte. Anstelle dessen ließ ich Dean nicht einmal für eine Sekunde aus den Augen und hing an seinen Lippen, als würde mein Leben davon abhängen. Zuerst sagte ich zu alldem gar nichts, sondern ließ das alles auf mich wirken, während ich versuchte irgendwie hinter seine Fassade zu blicken. Sonderlich viel Erfolg hatte ich damit zwar nicht, aber ich erkannte, dass da noch mehr hinter steckte und irgendwann würde ich auch das schon noch herausfinden. „Du arbeitest also nur mit der Polizei zusammen, damit du wieder auf freiem Fuß bist ? Und wie lange soll das noch gehen ? Ich meine, du wirst doch nicht ewig als Informant arbeiten, oder ?“, wollte ich dann zusätzlich wissen, bevor mir seine letzten Worte einen ziemlichen Dämpfer verpassten. Er wusste schon noch, dass er gerade in der Wohnung einer Frau saß, die für genau solch eine Behörde arbeitete und dort mehr als nur ihr Herzblut reinsteckte, oder ? Ich schluckte einmal schwer und mein Mund fühlte sich derart ausgetrocknet an, dass ich keinen Ton über die Lippen bringen konnte. Um der Situation zu entkommen, erhob ich mich schweigend von meinem Platz und machte mich daran die Sachen vom Tisch in die Spülmaschine zu räumen.

Wie hatte ich auch nur solch eine Idiotin sein können ? Zu glauben, dass wir auf einer Wellenlänge lagen, nur weil wir momentan derselben Tätigkeit nachgingen, war doch wohl absolut lachhaft gewesen und vor allem naiv. Letztlich stammten wir aus gänzlich anderen Verhältnissen, er gehörte noch immer zu dieser Gang, wenn auch nicht offiziell als Mitglied und ich ? Ich gehörte zu denjenigen, die genau diese Gang hochnehmen wollten – seine sogenannte Familie. Mit einer Hand strich ich mir eine widerspenstige Strähne aus dem Gesicht und sah erst dann möglichst gefasst zu Dean, als es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel. Er war bei den Devil Tribes Mitglied gewesen und er stammte aus Long Beach und .. „Jetzt weiß ich warum mir dein Gesicht so bekannt vorkam. Damals, als du mir den Arsch gerettet hast. Wir waren auf der gleichen High-School“, ich lachte einmal auf, ein fast schon hysterischer, verrückter Laut, den ich sofort wieder unterdrückte. „Ich fass es nicht, wie konnte ich dich nicht erkennen, immerhin habe ich“, und dann brach ich lieber ab, bevor er noch mehr Material von mir höchstpersönlich geliefert bekam, womit er mich aufziehen konnte. Lieber nahm ich mir eine kühle Coladose aus dem Kühlschrank und pflanzte mich nun auf meine Couch, wo ich endlich meine Beine ausstrecken konnte. „Bleibst du noch etwas ?“


zuletzt bearbeitet 27.03.2016 01:59 | nach oben springen

#9

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 27.03.2016 15:32
von Dean Remington | 423 Beiträge

Ich beschloss ihre Antwort bezüglich des Essens einfach mal so stehen zu lassen und nicht weiter darauf einzugehen. Bei ihrer Reaktion auf meine Worte, grinste ich jedoch dann wieder. "Klar, du bist so genervt von mir, dass du mir in deiner Wohnung etwas zu Essen anbietest, anstatt mich raus zu werfen" konterte ich mit ironischem Unterton und mein Grinsen wurde dabei noch breiter. Bei ihren Worten bezüglich des Süß-seins musste ich dann wirklich loslachen. "Wow, merkst du eigentlich wie zweideutig das gerade klang?" fragte ich sie lachend. Mehr konnte ich dazu gerade nicht sagen, denn die Vorstellung trieb mir wieder ein Grinsen auf die Lippen. Wie sie das gerade gesagt hatte, war aber auch mehr wie amüsant gewesen. Das konnte man doch wohl nur zweideutig verstehen.

Die Sache mit ihrem Vater machte mich kurz nachdenklich, was wirklich ungewöhnlich für mich war. Eigentlich redete ich nämlich erst, bevor ich darüber nachdachte. Ihrem Blick konnte ich entnehmen, dass ihr der Satz mit ihrem Vater wohl so raus gerutscht war und vermutlich wollte sie auch gar nicht, dass ich genaueres darüber wusste. Aber jetzt hatte sie es erwähnt und ich würde auch weiter nachhaken. "Ja genau, so wie jetzt gerade wieder. Aber so leicht lasse ich mich nicht abwimmeln" erinnerte ich sie. "Also, was ist mit ihm passiert?" fragte ich nun nochmals direkt nach. Als ich ruhiger wurde, schien das @Catalina Mae Cunningham tatsächlich so sehr zu verwundern, dass es ihr anscheinend die Sprache verschlug. Denn erst einmal sagte sie gar nichts mehr und nickte nur stumm. Dann aber vernahm ich ihre Frage und zuckte leicht mit den Schultern. "Könnte man wohl so sagen" erwiderte ich daraufhin. "Keine Ahnung wie lange das so gehen soll. Ich habe da schließlich keinen Vertrag unterschrieben. Die Cops haben mich eben in der Hand, wahrscheinlich mein Leben lang. Immerhin bin ich ihnen ja was schuldig" gab ich etwas zähneknirschend von mir. Das ich denen immer was schuldig war, nur weil sie mich aus dem Knast geholt hatten, wurmte mich wirklich. Aber ich konnte auch nichts dagegen unternehmen. Ich konnte es nun mal nicht mehr rückgängig machen, dass ich diesen Deal angenommen hatte.

Das sie das verletzte was ich gesagt hatte, wunderte mich nicht. Aber sie sollte ruhig wissen, wie ich darüber dachte. So war ich nun mal und meine Meinung würde sich wohl auch kaum so schnell ändern. Dann stand sie auch schon wortlos auf und ging mit dem Geschirr in die Küche. Ich schwieg einfach und blieb still sitzen, bis sie mich dann auf einmal so merkwürdig ansah, weshalb ich zu ihr herüber blickte und dann hörte was sie sagte und wie sie auf einmal lachte. "Was? Echt jetzt?" fragte ich nach und musste selbst kurz lachen. "Oh man, wie konnte ich das vergessen" grinste ich kurz. "Naja, vermutlich liegt es daran, dass ich die meiste Zeit in der High School verpasst habe" erklärte ich es mehr mir selbst als ihr. Mein Blick wurde jedoch etwas kritischer, als sie einen Satz anfing, diesen jedoch nicht beendete. "Immerhin hast du was?" fragte ich daher nochmal nach. So leicht würde sie mir nicht davon kommen. Dann beobachtete ich wie Cat auf der Couch Platz nahm und hörte ihre Frage, nach der ich mir mein Bier geschnappte hatte und mich dann neben ihr auf der Couch fallen ließ. "So leicht wirst du mich nicht los. Jetzt musst du mir erst einmal sagen, was du gerade eben sagen wolltest. Vorher gebe ich keine Ruhe. Und ich kann wirklich anstregend sein, wie du selbst weiß" erinnerte ich sie und grinste leicht.



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#10

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 27.03.2016 16:37
von Catalina Mae Cunningham | 88 Beiträge

Anscheinend waren meine Absichten für ihn um einiges leichter zu durchschauen, sodass er sich auch jetzt nicht abwimmeln ließ. Aber hatte ich etwas anderes erwartet ? Nein, wohl kaum. Es war schließlich nicht das erste Gespräch, dass ich mit @Dean Remington führte. Trotzdem oder wohl auch genau deswegen, wollte ich nicht länger als nötig über meinen Vater sprechen. Andererseits hatte ich es wohl nötig mal mit jemanden darüber zu reden, ansonsten hätte ich das Thema schließlich einfach totgeschwiegen. „Mein Vater war ebenfalls bei der DEA. Allerdings an der mexikanischen Grenze. Er hatte mit seinem Partner das ein oder andere Kartell hochgenommen, doch dann -“, ich verstummte für einen Moment und rang um meine Fassung, „- während sein Partner bei einer Ermittlung im Wagen wartete, ging mein Dad in eines der Meth-Labore, dass zu einer südamerikanischen Gang gehörte, die seit einer gewissen Weile ihr Unwesen in den USA trieb. Er war kurz davor den Meth-Koch zur Strecke zu bringen, als andre Gangmitglieder das gesamte Labor in die Luft jagten“, erzählte ich, wobei meine Stimme zum Ende hin gebrochener als ich es beabsichtigt hatte und war zudem kaum mehr als ein Flüstern. Allerdings hatte ich mich wie gewöhnlich schnell wieder gefasst und setzte nun wieder eine neutrale Miene auf. „Jetzt weißt du Bescheid, warum ich zwischendurch zum Freak mutiere“, fügte ich ein wenig scherzend hinzu, um meinen eigentlichen Schmerzen gekonnt zu überdecken. Umso erleichterter war ich, als es dann wieder um Dean ging, dessen Antwort ich ein wenig skeptisch zur Kenntnis gab. Da dachte man immer all die Behörden, insbesondere die Polizei sei dein Freund und Helfer, wie die Moralapostel schlechthin und dabei waren sie keinen Deut besser, als die Menschen, die sie hinter Gitter bringen wollten. Moment mal – war ich etwa auch so ? Darüber hatte ich nicht einmal annähernd nach gedacht. Großartig, jetzt plagte mich neben meinen Selbstzweifeln auch noch das schlechte Gewissen. „Aber, sie können dich nicht ewig dazu zwingen für sie zu arbeiten. Immerhin hättest du ja auch nicht auf ewig im Gefängnis gesessen. Hättest du doch nicht, oder ?“, die Frage am Ende musste einfach sein, ich wusste zwar viel über ihn, aber gewiss nicht alles, was er getan hatte und wofür er eigentlich angeklagt wurden war. Vielleicht wollte ich das auch gar nicht so genau wissen.

Nachdem ich die kurze Kränkung wiederum überwunden hatte und zudem das Geschirr sicher im Geschirrspüler verstaut hatte, wollte ich mit dem neuen Gesprächsthema, dass den Titel 'Wir kennen uns eigentlich sogar von der High School' trug, die Stimmung etwas auflockern. Was mir offensichtlich auch einigermaßen gut gelang, denn schon quatschten wir nicht mehr über den Deal mit der Polizei und vor allem nicht mehr über meinen Vater. Ich trank einen Schluck von meiner Cola, als Dean sich auch schon neben mich auf die Couch fallen ließ und darum bat meinen angefangen Satz zu beenden. „Ich wüsste nicht, warum ich dir darauf eine Antwort geben sollte ? Du kannst zwar nervtötend sein, aber das kann ich mindestens genauso gut. Ich könnte dir zum Beispiel noch etwas über die physische Perfektion nach da Vinci erzählen“, entgegnete ich bloß, während ich die Getränkedose auf dem niedrigen Couchtisch abstellte. Meine Beine hatte ich aufgrund des Platzmangels wiederum auf seinem Schoß abgelegt, sodass ich mich weiterhin ausgiebig ausbreiten konnte.

Letztendlich wollte ich ihn dann doch nicht länger auf die Folter spannen – nun ja, ein klein wenig aber schon noch. „Du hattest den Ruf eines ziemlichen Bad Boys und warst somit ziemlich verrucht bei der Damenwelt. Naja, sagen wir eher Mädchen. Kurz gesagt, hatte ich etwas für dich übrig, dabei kanntest du nicht einmal meinen Namen. Gut, du kanntest ihn schon, aber hast dich nie daran erinnern können, wenn ich dir denn dann mal über den Weg gelaufen bin. Das ist auch schon alles“, sagte ich und war sichtlich über meine eigene Naivität amüsiert, weshalb ich ununterbrochen etwas Grinsen musste. „Na los, ich warte jetzt auf deine arroganten Kommentare, weil ich dummes Blondchen mal vernarrt in dich war. Aber zu meiner Verteidigung muss ich dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, was für ein Idiot du warst oder eher bist. Ich war einfach nur oberflächlich und nun bin ich angeekelt von mir selbst“, rechtfertigte ich mich schließlich doch noch, wobei ich ein zuckersüßes Lächeln aufsetzte.


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#11

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 27.03.2016 17:04
von Dean Remington | 423 Beiträge

Auch wenn es ihr sichtlich schwer zu fielen schien, erzählte mir @Catalina Mae Cunningham dann letztlich doch was ihrem Vater geschehen war. Ich hörte ihr daher aufmerksam zu und mir entging nicht wie gebrochen ihre Stimme klang. Das war ja aber auch wohl kaum verwunderlich, wenn man darüber sprach ein Elternteil verloren zu haben. Sofort musste ich an meine verstorbene Mutter denken, über die ich jedoch kein Sterbenswörtchen verlor. Tatsächlich war sie was das anging, wohl stärker als ich. Denn ich konnte nicht über sie sprechen. Ich konnte es einfach nicht. Und ich wollte nicht wie ein Schwächling da stehen. "Das tut mir wirklich Leid." meinte ich dann aufrichtig und blickte ihr dabei in die Augen. "Du bist also in seine Fußstapfen getreten, hm?" versuchte ich dann das Thema ein bisschen in eine andere Richtung zu lenken. Schließlich verstand ich, wie schwer es sein musste über ihn zu reden. "So verrückt bist du nun auch wieder nicht" entgegnete ich dann grinsend auf ihre Worte. Bei ihrer Frage, seufzte ich leise. "Die können machen was die wollen, Cat." erwiderte ich dann wieder relativ trocken. Ihre Frage bezüglich meiner Gefängnisstrafe ließ mich kurz einen Moment schweigen. "Willst du wirklich darauf eine Antwort wissen?" erkundigte ich mich dann. "Ich habe eine Menge schlimme Dinge getan. Und ehrlich gesagt glaube ich, wenn du sie alle wüsstest, dann würdest du absolut nichts mehr mit mir zu tun haben wollen, glaub mir" fügte ich hinzu, denn sie sollte ruhig wissen wen sie hier vor sich sitzen hatte. Ich stand dazu, was ich alles getan hatte, denn ich war stets der Meinung gewesen das richtige zu tun. Aber sie war eben auch eine Ermittlerin und gehörte somit eigentlich zu meinen natürlichen Feinden, wenn man das mit der Tierwelt vergleichen konnte. Dennoch schien sie etwas für mich übrig zu haben - was auch immer es war. Das wollte ich zwar eigentlich nicht verlieren, aber ich würde sie auch sicher nicht anlügen und vielleicht wollte ich sie auch ein klein wenig vor mir abschrecken. Ich war ein übler Mensch so wie ich das sah. Und sie sollte auch nichts anderes in mir sehen.

Ihre Worte nach meiner Frage ließen mich unwillkürlich auflachen. "Oh bitte. Verschone mich damit" bat ich sie und musste weiter lachen. Mein Lachen verstummte dann jedoch wieder als sie doch noch begann zu erzählen und ihre Beine über mich legte. Neugierig hörte ich ihr zu und konnte mir dabei ein Grinsen nicht verkneifen. "Du standest echt auf mich?" fragte ich nochmals grinsend nach, auch wenn ich das natürlich bereits gut verstanden hatte. Aber es war doch ganz lustig, sie es nochmals wiederholen zu lassen. Dann grinste ich weiter und musterte sie kurz. "Autsch. Jetzt hast du aber meine Gefühle verletzt" sagte ich gespielt verletzt. "Komm schon, so schlimm bin ich auch wieder nicht." meinte ich dann und trank ein Schluck aus meinem Bier. "Na gut, vielleicht doch" stimmte ich ihr dann in gewisser Maßen zu und schmunzelte ein wenig.

"Aber wenn ich so ein mieser Idiot bin, wieso sitzen wir dann noch hier?" fragte ich und deutete dabei auf uns und besonders auf ihre Beine die sie über meine gelegt hatte, um sich mehr Platz zu verschaffen. "Immerhin könntest du mich auch jederzeit raus werfen. Ich kenne mich zwar nicht so gut mit Gesetzen aus, weil ich sie für gewöhnlich lieber breche, aber soweit ich weiß gibt es sowas wie das Eigentums- und Hausrecht. Das könntest du gegen mich geltend machen. Und glaub mir, ich würde verschwinden. Immerhin kann ich mir aktuell keine Fehltritte gegen das Gesetz erlauben. Sonst wandere ich gleich wieder ins Kittchen" sagte ich.



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#12

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 28.03.2016 01:31
von Catalina Mae Cunningham | 88 Beiträge

Ich sah erst wieder auf, als er tatsächlich versuchte das Thema in eine andere Richtung zu lenken. Ganz so ein gefühlskalter Arsch, war er dann zugegeben doch nicht. Das war mir schon seit Längerem klar, aber es bestätigte sich immer wieder aufs Neue, was mir in diesem Moment beinahe ein Lächeln entlockte. Nun ja, zumindest zuckten meine Mundwinkel für einen Augenblick verdächtig. „Ja, ja so kann man es sagen. Ich habe schon als Kind davon geträumt einmal dasselbe zu machen wie er. Nur bin ich im Gegensatz zu ihm in diesem Job verdammt miserabel. Irgendwie werde ich wohl zurecht als Frau von meinen Kollegen verurteilt“, gestand ich dann, wobei ich nicht einmal wusste warum. Normalerweise gestand ich niemanden gerne meine Schwächen und Fehler ein, schon gar nicht so jemanden wie Dean, aber trotzdem hatte ich nichts dagegen tun können, dass ich genau das gerade gesagt hatte. Das schob ich dann nun einfach mal auf die Nachwirkungen der Drogen die ich vorhin intus hatte. Schließlich hatten diese mich um einiges redseliger werden lassen. Seine Behauptung, dass ich gar nicht so verrückt sei, belächelte ich hingegen bloß müde. Er kannte mich wohl kaum so gut, als dass er das beurteilen konnte. Immerhin zeigte ich nicht jedem gleich diese freakige Seite, die ich durchaus besaß. Warum sonst hatte ich kaum Freunde ? Meine soziale Isolation als Grund mal ausgeschlossen.

Nachdem ich seinen Antworten auf meine Fragen intensiv gelauscht hatte, hatte ich mich ein wenig zu ihm herüber gebeugt, um eine Hand auf die seine zu legen. Wie immer waren meine Pranken eiskalt, weshalb mich seine Körperwärme ein wenig überraschte. Dennoch zog ich meine Hand nicht zurück, sondern ließ sie genau dort wo sie war. „Wenn du glaubst, dass du mir damit jetzt Angst einjagen kannst oder dass ich anfangen werde dich mit anderen Augen zu sehen, dann hast du dich gewaltig geschnitten. Du sagst doch ständig, dass ich dich nicht so leicht los werde und glaub mir, ich werde dir das ganz bestimmt auch nicht einfach machen, @Dean Remington“, das musste einfach mal ausgesprochen werden, denn selbst wenn er versuchen würde mich von sich zustoßen, würde er sich schon mehr einfallen lassen müssen, als mit seiner kriminellen Vergangenheit bei mir anzukommen. Ich selbst war schließlich auch nicht immer ein absoluter Moralapostel gewesen. Auch ich hatte Dinge getan, die womöglich nicht den Vorstellungen des Gesetzes entsprachen, aber das war eine andere Geschichte. Noch einmal sah ich ihm durchdringend in die Augen, bevor ich meine Hand wieder zurückzog und mich zurücklehnte.

Auf der Couch drehte sich dann unser Gespräch um etwas vollkommen anderes, sodass auch die Stimmung nicht mehr so angespannt war, wie es am Esstisch der Fall gewesen war. „Du hast mich schon genau verstanden, Dean“, ermahnte ich ihn mit einem Augenverdrehen, denn ich würde meine Worte definitiv kein weiteres Mal wiederholen ! Es hatte mich schon ausreichend gedemütigt, es einmal gesagt zu haben und damit müsste er sich wohl oder übel zufrieden geben. Dann runzelte ich allerdings meine Stirn und rümpfte die Nase, das tat ich eigentlich nur wenn ich verärgert war und in gewisser Weise war ich das auch. Denn er hatte mit seinen Worten gar nicht einmal so unrecht. „Gute Frage. Es liegt wahrscheinlich daran, dass ich manchmal auch eine ziemliche Idiotin bin. Gleich und gleich gesellt sich ja bekanntlich gern. Außerdem ist niemand gerne allein und mit 'niemand' meine ich mich“, entgegnete ich, zog meine Beine nun etwas an meinen Körper heran und setzte mich auf. „Genauso gut könnte ich aber auch dich fragen, warum du nicht einfach gehst ? Es ist ja nicht so, als würde ich dich zwingen hierzubleiben. Obwohl .. ich glaube ich habe hier noch irgendwo ein paar Handschellen rumliegen“, scherzte ich und fuhr mir mit einer Hand durch mein Haar, dass seit ich den Club verlassen hatte, mehr als wirr war.

Während ich nun also erneut auf eine Antwort wartete, setzte ich mich seitlich auf meine Knie, sodass ich ihn genau im Auge behalten konnte. Ganz nebenbei versuchte ich herauszufinden, was das zwischen mir und Dean letztendlich eigentlich sein sollte. Waren wir Freunde ? Immerhin waren wir über das Stadium 'Bekannte' schon längst hinweg. Nur würde ich das zwischen uns auch nicht direkt als Freundschaft bezeichnen. Letztendlich war ich mit Beantwortung dieser Frage auch nicht weitergekommen.


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#13

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 28.03.2016 19:41
von Dean Remington | 423 Beiträge

Ein leichtes Lächeln kam über meine Lippen, als @Catalina Mae Cunningham begann davon zu erzählen, dass sie schon als Kind davon geträumt hatte in seine Fußstapfen zu treten. "Du scheinst ihn sehr geschätzt zu haben" stellte ich fest. Es musste toll sein einen Vater zu haben, der sich gut kümmerte und sich so einen bleibenden Respekt bei seinen Kindern verschaffte. Das hatte mein Vater bei mir nie getan und dementsprechend war das Verhältnis zu ihm gewesen. Nach dem Tod meiner Mutter hatte er sich gänzlich gehen lassen und sowas wie eine Familie hatte ich von da an nicht mehr.
"Es muss toll sein, so jemanden zu haben" murmelte ich ein wenig nachdenklich vor mich hin.
Dann blickte ich sie jedoch wieder ernster an. "Ach, komm. Jetzt red dich doch selbst nicht so schlecht. Du gehst eben Risiken ein. Das heißt aber nicht, dass du miserabel in deinem Job bist. Du bist einfach keiner dieser Spießer, die genau nach Plan arbeiten" erinnerte ich sie. Und genau das fand ich eigentlich gut an ihr, auch wenn sie sich dadurch natürlich häufiger mal in Gefahr begab. Doch für mich war es das, was eine Person in einer solchen Position ausmachte. Man brauchte auch mal etwas Mut um etwas zu erreichen.

Nachdem ich ihr in ruhiger Stimme geantwortet hatte, war ich doch etwas verwundert, als ich auf einmal ihre Hand auf meiner spürte. Ich sah kurz zu unseren Händen und blickte dann wieder zu ihr. "Cat, glaub mir. Du hast keine Ahnung was ich schon so getan habe" erwiderte ich ernst. Dann jedoch kam ein leichtes Schmunzeln über meine Lippen, denn sie verwand gerade meine eigenen Worte gegen mich. "Cleverer Schachzug" gestand ich daher leicht grinsend. Es bedeutete mir tatsächlich viel, dass sie das sagte, doch würde ich das so wohl niemals über die Lippen bringen. Aber das wusste sie selbst wohl ganz gut.

Als sie ihre Hand wieder weggenommen hatte, trank ich den Rest meiner Bierdose leer und stellte die leere Dose auf dem Couchtisch ab. Dann grinste ich wieder leicht als ich ihr Augenverdrehen sah. "Schon gut schon gut, ja hab ich" stimmte ich ihr dann zu. Dennoch war es ja schon irgendwie ganz witzig. Das wir uns tatsächlich schon so viel länger kannten, als es uns selbst bewusst gewesen war, bis vor ein paar Minuten. Jedoch musste ich gestehen, dass ich in der High School nicht sehr viel mitbekommen hatte, da ich zum Zeitpunkt des Todes meiner Mutter, mit den Gedanken ganz woanders war. Kurze Zeit später war ich dann auch schon in der Gang involviert und war mit meinen Gedanken auch wieder ganz woanders. Meinen Abschluss hatte ich auch nur mit Ach und Krach bestanden, von dem Drum herum, hatte ich jedoch gar nichts mitbekommen, da es mich nie wirklich gekümmert hatte. Natürlich hatte ich meine ersten Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht zu dieser Zeit gemacht, doch war da auch nie eine dabei die mich wirklich interessiert hatte. Man konnte es kaum glauben, doch damals interessierte mich alles noch weniger als jetzt. Ich durchlebte zu meiner High School Zeit meine trotzigste und egoistischste 'Mir-ist-alles-scheiß-egal'-Phase.

Bei ihrer Antwort, riss sie mich aus den Gedanken mit denen ich kurz an die alte Zeit abgeschweift war und ein Grinsen breitete sich wieder in meinem Gesicht aus. "Ach sag bloß? Wir sind uns also doch ähnlicher als es dir lieb ist" deutete ich ihre Antwort einfach mal. Als sie mir dann die Frage zurück gab, zuckte ich leicht mit den Schultern. "Nun ja, bis eben warst du noch völlig hilflos, da konnte ich dich ja wohl kaum alleine lassen" erinnerte ich sie. Dann jedoch lachte ich kurz auf. "Glaub mir, dass würde ich dir nicht empfehlen. Sobald ich Handschellen sehe, meldet sich ein Instinkt in mir der mir sagt, dass ich so schnell wegrennen muss wie ich nur kann" gab ich grinsend zurück.
Dann wurde meine Miene für einen Augenblick wieder etwas ernster. "Wie geht es dir eigentlich inzwischen?" erkundigte ich mich daraufhin. Immerhin vertrug nicht jeder das erste Mal Drogen so gut. Sie ja auch nicht, wie ich selbst gesehen hatte. Aber ich hoffte mal, dass es zumindest keine Nachwirkungen mehr zeigte.



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#14

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 28.03.2016 20:45
von Catalina Mae Cunningham | 88 Beiträge

Mit beidem was er sagte hatte er absolut ins Schwarze getroffen, auf seine erste Bemerkung hin, nickte ich deshalb lediglich einmal zustimmend. Ja, ich hatte meinen Vater geliebt und geschätzt wie niemand anderen auf dieser Welt, selbst meine Mutter konnte nicht annähernd mit ihm konkurrieren. Großartig, jetzt wo ich wieder derartig an ihn erinnert wurde, kamen Gefühle hoch, die ich jahrelang hatte unterdrücken können. °Bloß keine Schwäche zeigen°, immerhin sollte Dean nicht denken, ich würde absolut von meinen Gefühlen kontrolliert werden, denn das war nicht der Fall. Auch wenn ich mit meinen Gedanken vollkommen woanders war, kam in mir die Frage auf, ob er nicht so eine Person in seinem Leben gehabt hatte. So wie es klang, hatte es niemanden gegeben, der solch eine Rolle während seiner Kindheit und Jugend übernommen hatte. Unwillkürlich schluckte ich einmal schwer, bevor ich ihn prüfend ansah. Doch da ich wusste, dass er keinesfalls über seine Gefühle sprechen würde, beließ ich es einfach dabei. Vielleicht würde ich irgendwann noch meine Antworten bekommen. Womöglich sollte ich ihn mal total betrunken machen ? Dann mutierte er eventuell auch zu solch einer Labertasche wie ich. Seine nächsten Worte zauberten mir sogleich wieder ein erfreutes und gleichzeitig strahlendes Lächeln auf den Lippen, sodass ich aussah wie ein Kind an Weihnachten : „Das ist wahrscheinlich das wohl Netteste, was seit Langem jemand zu mir gesagt hat.“ Das entsprach sogar der Wahrheit, die Einzige, die momentan gutes über mich sagte war Sienna gewesen, aber von ihr verlangte ich so etwas auch !

„Und du weißt auch, dass es ein Leichtes für mich wäre, genau das herauszufinden. Aber weißt du was ? Das habe ich nicht getan und werde ich auch nicht tun, eben weil es mir egal ist“, sagte ich mit etwas Nachdruck, denn es war mir wichtig, dass er das wusste. Ich verurteilte niemanden aufgrund seiner Vergangenheit, mochte diese auch noch so übel gewesen sein. Jeder verdiente eine Chance und genau diese gab ich @Dean Remington und bislang hatte ich das auch noch nicht bereut. Gleich darauf wich meine ernste Miene auch schon wieder und machte Platz für ein Grinsen : „Was soll ich sagen ? Was du kannst, das kann ich schon lange.“ Schmunzelnd zog ich meine Hand wieder zurück, um dann selbst ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen. Nur waren meine im Gegensatz zu seinen wohl eindeutig erfreulicher. Es war das erste Mal gewesen, dass ich irgendwo dazu gehört hatte und nicht wie ein Freak behandelt wurde. Ich hatte Freunde und war integriert gewesen – bis ich mit meiner Naivität und meinem Leichtsinn auf die Fresse geflogen war. Denn auf mehr als schmerzhafte Weise hatte ich die Erfahrung machen müssen, dass Freunde nun einmal nicht gleich Freunde sind. Seither hatte ich niemanden mehr in mein Leben gelassen, die erste Ausnahme war @Sienna Weatherly gewesen und die zweite Ausnahme Dean. „Warum warst du in der High School eigentlich so ..“, ich suchte nach dem passenden Wort, „ … so abweisend ?“ Sofort nachdem ich das ausgesprochen hatte, hatte ich das Gefühl damit in ein Fettnäpfchen getreten zu sein.

Dann schüttelte ich auch schon energisch den Kopf : „Erstens war ich gar nicht vollkommen hilflos und zweitens denke ich nicht, dass du unbedingt schneller bist als ich – alter Mann.“ Neckend tippte ich ihm auf die Brust, nahm dann aber wie gewohnt eine gewisse Distanz zu ihm ein. „Aber na schön. Meinetwegen lasse ich die Handschellen für heute dann mal weg. Du machst ja ohnehin nicht den Eindruck als hättest du es mit deinem Aufbruch sonderlich eilig“, fügte ich noch hinzu und begann eine Haarsträhne um meinen rechten Zeigefinger zu zwirbeln. „Mir geht es gut, ehrlich. Ich kann zwar nicht garantieren, dass es mir morgen genauso gut geht, aber letztlich bin ich es ja selbst schuld“, antwortete ich wahrheitsgetreu, ehe ich mich etwas aufrappelte, um dann ein Bein über seine zu schwingen, sodass ich rittlings Platz auf seinem Schoß nehmen konnte. „Ich glaube du hast etwas, was ich gebrauchen konnte“, raunte ich leise, während ich seinem Gesicht etwas näher kam, „und zudem auch mir gehört.“ Mit einer Handbewegung fischte ich dann das Tütchen mit den Pillen aus seiner Hosentasche und stand auf.

Sicherlich hätte ich auch einfach danach fragen können, aber das hätte bei Weitem nicht so viel Spaß gemacht. Da hatte man mal einen heißen Kerl bei sich auf der Couch sitzen, da musste man das auch mal ein wenig ausnutzen. Das Tütchen verfrachtete ich in den Safe, in dem ich auch meine Dienstwaffe aufbewahrte und meine Schrotflinte, die ich für alle Fälle ebenfalls im Haus hatte. „Beweismittel gesichert“, kommentierte ich es noch, als ich den Safe wieder sicher verschloss und mich erneut zur Couch umdrehte. „Was machen wir jetzt ? Mir ist noch nicht nach Schlafen zumute, es ist noch so früh .. glaube ich..“, deshalb sah ich erwartungsvoll zu Dean und hoffte darauf, dass er irgendeinen grandiosen Vorschlag parat hatte.


zuletzt bearbeitet 28.03.2016 20:47 | nach oben springen

#15

RE: Wohnzimmer mit offener Küche

in Catalina Mae Cunningham 28.03.2016 21:43
von Dean Remington | 423 Beiträge

Wahrscheinlich hatte ich @Catalina Mae Cunningham noch nie in meiner Gegenwart so strahlend lächeln sehen wie gerade. Unwillkürlich musste ich selbst lächeln und sah sie dabei an. "Sieht ganz so aus" stimmte ich ihr nur zu, ehe mein Lächeln wieder langsam wich. "Na wer hätte gedacht, dass du deine Neugier mal im Zaum hast" neckte ich sie leicht und grinste dann doch wieder. "Es ist auch besser so" fügte ich dann noch etwas leiser hinzu, denn ich befürchtete dass sie mich eben doch anders sehen würde wenn sie es wüsste. Sie meinte zwar, dass dies nicht der Fall wäre, aber sie wusste ja eben auch nicht was ich schon alles getan hatte. Aber fürs Erste glaubte ich ihr mal, dass es ihr wirklich egal sei und beschloss deswegen auch das Thema dabei zu belassen. Vielleicht würde sie ja doch irgendwann genauere Nachforschungen über mich anstellen, oder aber sie schaffte es tatsächlich dass ich es ausplauderte. Doch passierte mir sowas für gewöhnlich nie. Und wenn ich sage nie, dann meine ich auch wirklich niemals.

"Ich habe nichts anderes erwartet" grinste ich breit, denn es war wohl genau das was mir so Spaß daran machte mich mit ihr zu zoffen und mir mit ihr regelmäßig Schlagabtausche auszutauschen. Sie schaffe es tatsächlich auf meine Sprüche immer irgendwas zu erwidern. Cat war eben wirklich nicht auf den Mund gefallen und wusste sich zu verteidigen, was mir wiederum gut gefiel und was auch wohl der Grund war wieso ich doch ziemlich gerne mit ihr Zeit verbrachte. Bei ihrer Frage überlegte ich kurz, weshalb einen Moment lang Schweigen herrschte. Tja, gute Frage. Wie sollte ich ihr das jetzt erklären ohne etwas wirklich Privates von mir Preis zu geben? "Das war damals eine harte Zeit und hat mich menschlich wohl sehr verändert. Ich habe meine Mutter früh verloren und war danach ziemlich auf mich alleine gestellt. So kam es dann auch das ich zu den Devils Tribe gekommen bin. Naja da hat man dann eben anderes zu tun als die anderen Jungs in der Schule damals" antwortete ich ihr dann ehrlich und musste kurz an meine Mutter denken. Niemals würde ich vergessen wie sie mir als Kind morgens meine Brote geschmiert hatte und immer dieses zauberhafte Lächeln hatte. Für mich war sie stets ein wahrer Engel gewesen und der wichtigste Mensch in meinem Leben. "Oh man klingt das theatralisch" stellte ich dann fest und musste kurz über mich selbst lachen.

Bei ihrer Reaktion musste ich dann lachen "Ach ja? Das denke ich aber doch. Ohne mich wäre dir in diesem Laden sonst was passiert nachdem du so randaliert hast" konterte ich grinsend. "Außerdem bin ich nicht alt und bei Weitem noch schneller als du" fügte ich noch hinzu. "Gut dann hätten wir das ja geklärt" erwiderte ich dann und schmunzelte zufrieden. Handschellen waren wirklich nicht mein Ding. Kurz erinnerte ich mich daran, wie ich damals verhaftet wurde. Echt der beschissenste Tag überhaupt in meinem Leben. Na gut, der Tag an dem meine Mutter starb war wohl doch noch beschissener. Als sie dann erklärte, dass es ihr wirklich gut ging, nickte ich leicht und war wirklich froh darüber, was ich allerdings nicht aussprach. "Zum Glück, du kannst echt anstrengend sein wenn du unter Drogeneinfluss stehst. Noch anstrengender als sonst, wer hätte gedacht dass das möglich sei" sagte ich dann neckisch und grinste sie breit an.

Als sie sich dann auf meinen Schoß setzte war ich kurz völlig perplex und fragte mich, was sie denn nur vor habe. Ihre Worte die sie mir ans Ohr raunte, halfen mir gerade auch nicht sonderlich auf die Sprünge, was aber wohl auch daran liegen könnte, dass ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Zu sehr war ich abgelenkt, von ihren kurzen Shorts und vor allem aber von ihrer Nähe, die doch sehr ungewohnt war. Dann jedoch schnappte sie sich das Tütchen von eben aus meiner Hosentasche und war auch sogleich wieder aufgestanden. °Gott verdammt. Du wirst echt langsam Dean° dachte ich mir unzufrieden. Dann legte sie das Tütchen in einen Safe und ich verdrehte die Augen. "Das war jetzt aber auch nicht gerade Fair Play" meinte ich zu ihr und versuchte meinen kurzen schwachen Moment von gerade mit einem Grinsen zu überdecken. Bei ihrer Frage überlegte ich kurz, ehe mir eine Idee kam. "Was hältst du von einem kleinen Spiel? Abwechselnd darfst du mir eine Frage stellen auf die ich ehrlich antworten muss und anders herum genauso" schlug ich dann vor und sah sie erwartungsvoll an.



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